Beatrice
Beatrice aus Winterthur in der Schweiz mit ihrem gelben Sprinter. Kennengelernt im März 2022 in Isny im Allgäu zur Vorbesprechung für unsere geplante Iran-Reise. Ab Mai 2022 ca. 5 – 6 Monate gemeinsam unterwegs.

Beatrice aus Winterthur in der Schweiz mit ihrem gelben Sprinter. Kennengelernt im März 2022 in Isny im Allgäu zur Vorbesprechung für unsere geplante Iran-Reise. Ab Mai 2022 ca. 5 – 6 Monate gemeinsam unterwegs.

Rebecca und ihre Tochter Yuna aus Deutschland mit ihren Hündinnen Minnie und Truffles und ihrem Bus. Unterwegs 6 Monate in Griechenland und jetzt auf dem Heimweg nach Deutschland über Albanien. Kennengelernt im April 2022 in Griechenland beim Trampen von Sykova nach Plataria, wo uns Rebecca mitgenommen hat 🙂

Claudia und Christian mit ihrer „Beule“. Kennengelernt im April 2022 in einer Bucht in Plataria bei Igoumenitsa.

Da sitzen wir nun bei unserer „Henkersmahlzeit“ zu Hause, schauen uns an und jeder fragt den anderen: hast du an das …. gedacht? Ein genervtes „Ja“ kommt zurück. Ein halbes Jahr von zu Hause weg, wir verlassen die gewohnte „Komfortzone“. 50 Grad in der Wüste Lut, da brauchst du keine Skisocken. Aber der Kaukasus im September kann schon mal frisch werden in über 3.000 m. Die Aufregung und das Hin- und Hergepacke vermischt sich mit den Gedanken, was uns so alles erwarten wird. Gestaut wird doch wieder wie bei den vergangenen Expeditionen. Themenorientiert in Säcken wie früher im Zelt. Hat sich doch bei wenig Platz am besten bewährt. Wir sind doch nicht daheim. Also bitte.
Die erste Fahrt geht auf einen Stellplatz bei Como. Ist doch bekannt – schon öfters angefahren. Da hat man seine Ruhe. Bei der Ankunft sehen wir ein großes weißes Zelt. Meine Gedanken: Festzelt – Ostern – halli galli – Schweinshaxe – Frühlingsfest in Italien?? Warum denn nicht. Zwei Stunden später gegen 22 Uhr viele Autos mit schick gekeideten Männern. Sehen gar nicht so italienisch aus. Der Hunger wird immer größer, aber von Fressmeile keine Spur. Und die Musik erst! Jodelt mir doch einer was ins Ohr wie zu unseren besten Zeiten im Morgenland. Hört gar nicht mehr auf. Das war’s wohl dann mit der Schweinshaxe. Corinne hilft und muss etwas dagegen tun. Der Muezzin singt uns in den Schlaf. Ist das die Einstimmung auf Bevorstehendes?
Wo wird am billigsten Diesel getankt? Österreich, Italien, womöglich San Marino. Der Schwabenfrau liebste Beschäftigung, wie man den ein oder anderen Euro sparen kann. San Marino bekommt den Zuschlag! 🙂
Die Fähre wartet in Ancona. Das Geschrei der Einweiser und die italienische Parkordnung sorgt für das gewohnte Chaos. Wir machen „Camping an Bord“. Hat auch was, schön im eigenen Bettchen zu schlafen. Kaum stehen die Wohnmobile an ihrem Platz, macht sich Hektik breit. Der eine fragt mich nach Strom, der andere nach Wasser und dann kommt auch noch ein „Opa“ im Bademantel und Badeschlappen und fragt mich nach der Dusche. Bin ich die „Auskunft“ oder will der etwa in unserem „Karli“ duschen? Und alle wuseln herum wie die Ameisen mit ihren orangenen Stromkabeln in der Hand. Soviel zum autarken Leben im Wohnmobil. Das hat sich Minuten zuvor aber ganz anders angehört.
Überfahrt gut. Griechenland wartet mit tollem Wetter auf uns. Wir fahren eine traumhafte Bucht an. Ist wohl bewacht? Da läuft einer rum und ich versuche mich bilingual (Deutsch, Englisch) zu verständigen. Dürfen wir hier stehen bleiben? Ein schwäbisches „von mir aus ja, wir kommen aus Backnang“ schallt mir entgegen. Die Welt ist klein… 😉
Vorbereitung – Spannung – Vorfreude
Ein Spruch der Weisen sagt: gewohnte Pfade verlassen, das macht Dich reich an Erfahrung. Gesagt – getan. Und hier das Resultat:
Karli wird vorbereitet:
Zweimal beim Fahrzeugbauer Batari gewesen (25 Punkte erledigt).
Steuergerät wird umprogrammiert wegen schlechtem Diesel im Iran. (Ausflug nach Schaffhausen).
Verteilergetriebe wurde modifiziert bei IVECO West in Düsseldorf (10 Tage hat Karli in der Werkstatt verbracht). Fasching in Düsseldorf hab ich mir anders vorgestellt.
Und dann zerbeißt mir ein Marder den Unterdruckschlauch von „Karli“ vor unserer Haustür. Ja geht’s denn noch. Jetzt ist Karli in allen Werkstätten bestens bekannt.
Papiere müssen besorgt werden:
Visum, Carnet de passage (was ist denn das?), internationaler Führerschein, 2. Reisepass, neue Kreditkarten, Umwandlung der Krankenversicherungen mit englischer Police, internationaler Zulassungsschein, diverse Impfungen (Corona war dagegen ein Kinderspiel), Fahrzeugversicherung wird angepasst (Iran muss extra aufgeführt sein, und alles 3-sprachig). Reiseführer, Strassenkarten und etliches mehr. VPN Tunnels werden eingerichtet, Apps geladen, Navigationsdaten in Handys und Tablets übertragen. Die digitale Welt lässt grüßen! Corinne hat die Geduld und ich einen Fast-Nervenzusammenbruch…![]()
Über die Spannung ist schnell berichtet: diese steigt mit nahendem Abfahrtstermin täglich!
Und was ist mit der Vorfreude? ![]()
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Das zu dem Spruch der Weisen.
Unsere Planung führt uns nach Ostern über Österreich und die Schweiz nach Italien. Mit der Fähre nach Griechenland und dann folgt das Treffen mit den anderen vier Weltenbummlern an der griechisch-türkischen Grenze. Türkei, Iran, Armenien und Georgien sollen in den nächsten Monaten folgen. Das ist die Planung, wenn hoffentlich ein Herr namens „Putin“ oder „Corona“ uns nicht einen Strich durch die Rechnung macht.
Weitere Details folgen zeitnah.