Vom Wadi Tiwi nach Sur und weiter zum Ras al Khabbah und zum Fischerhafen Shannah
Von Nord nach Süd wollen wir die Küstenstraße bis an die Grenze zum Yemen fahren. Dann wieder zurück durch die Wüste in das südliche Hajar Gebirge. So der Plan. Dabei sprechen wir von ca. 2.000 km, die zu fahren sind.
Oman selbst entspricht von der Grundfläche etwa knapp der von Deutschland. Ca. 5,6 Millionen Einwohner stehen 82,5 Millionen Deutschen gegenüber. Die größten Städte sind Muscat im Norden mit über 1,5 Millionen Einwohnern und und Salalah im Süden mit circa 350.000. Dementsprechend sieht man in manchen Teilabschnitten oft nur 1 – 2 Autos am Tag. Dabei ist der Oman nach Yemen das „zweitärmste“ Land unter den Golfstaaten. Öl und Gas ist zwar eine der Haupteinnahmequellen, spielt aber im Vergleich zu den anderen Staaten eine untergeordnete Rolle. Trotzdem geht es den Omanis sehr gut. Landwirtschaft und Fischerei beschäftigen etwas ein Viertel der Bevölkerung. Tourismus spielt eine wesentliche Rolle und gerade für Europäer ist der Oman ein lohnenswertes Urlaubsziel. Getreide, Obst und Fleisch werden in großen Mengen importiert.
Oft sitzen die Omanis in Gruppen zusammen, trinken gerne Tee und diskutieren um die Wette. Dabei sind Männer und Frauen nahezu immer getrennt. Daß eine Familie mindestens 3 – 5 Kinder hat ist vollkommen normal. Kinderlose Ehepaare haben wir nicht kennen gelernt.
Wir fahren entlang der Küste. Halten uns einige Tage in den Städten auf und führen ein angenehmes Leben.
Zwischenstationen sind die Stadt Sur, in der die Fischerboote aus Holz in hochwertiger Bauweise hergestellt werden. In Shannah beobachten wir das Treiben der Fischer. Auch kommt die hier zwei Klassen Gesellschaft zum teiseagen. Während die Fischer hauptsächlich aus Bengalesen, Pakistanis und Indern bestehen, sind die Omanis die Eigentümer und Chefs dieser Einkommensquelle.