Von der Grenze zu Jemen zurück über Salalah zur Oase Ain Athum und weiter zur Oase Ain Tabrok, zum Tayq Sinkhole und dem Jabel Samhan bis nach Duqm zum Campingplatz
Wir entscheiden uns wieder die Küstenstraße nach Norden zu fahren, entgegen der ursprünglichen Absicht, weiter westlich die Straße durch die Wüste zu nehmen. Die Wadis und Oasen begeistern uns immer wieder.
So auch die Oase Ain Athum, aber nur zunächst:
Ein „Lost Place“. Nur wenige Touristen verirren sich dahin. Bis auf einen.
Nach einer erholsamen Nacht wundern wir uns über einen Geländewagen mit einem etwas älteren Herrn, der neben uns parkt. Voller Interesse inspiziert dieser unser Fahrzeug und ist total begeistert. 100.000 Dollar, 500.000 und zu guter Letzt 1 Million will er uns zahlen. Meint der das ernst, oder ist der von allen guten Geistern verlassen? Corinne will er auch noch – für eine Kamelherde! Ja ist der denn ganz verrückt geworden. Mich will er nicht haben – ich komme ins Nachdenken.
Irgendwie ist mir das alles suspekt. Der Omani verschwindet hinter seinem Wagen. Während ich ihn beobachte, schicke ich Corinne schon mal in den LKW. Der Omani erscheint mit einem Gewehr, mir rutscht das Herz fast in die Hose. Ich gehe entschlossen auf ihn zu und zu allem bereit, Gefahr abzuwenden. Er dagegen setzt sich auf den Boden, zielt und schießt einen Vogel vom Baum. Wir halten dagegen, schimpfen und fordern ihn auf zu gehen. Er steht auf und fährt davon. Nochmal gut gegangen.
Wir fahren auch weiter mit Ziel Jabel Samhan, ein Bergrücken mit fantastischen Aussichten. Dort erholen wir uns erst mal von dem Erlebten. Wir lesen von einem Campingplatz bei Duqm. Eine günstige Gelegenheit wieder alles auf Vordermann zu bringen. Als wir am nächsten Tag losfahren, ist es der 28. Februar. Amerika hat den Iran angegriffen. Der Krieg hat begonnen.