Arabische Halbinsel 2025-2026 | Teil 7 – Musandam – Oman
Reise auf die Arabische Halbinsel 2026 | Teil 7 – Oman – Exklave Musandam und Muscat
Von Dubai nach Musandam-Oman über Bukha, Khasab und Pistenfahrt in die Berge
Wenn schon – denn schon. Wir beginnen mit unserer Omanreise am nördlichsten Zipfel. Musandam. Eine Enklave am nördlichsten Punkt der arabischen Halbinsel. Hier ist auch die Meerenge zwischen dem persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine strategisch wichtige Zone sowohl in der Vergangenheit, als auch in dieser unruhigen Zeit, in der die Weltmächte die Muskeln spielen lassen. Wir besuchen tolle Aussichtspunkte und beschließen, die Grenze nach VAE über die Grenze bei Dibba zu nehmen. Dazu muss eine Berg-Piste bewältigt werden, die nicht ganz ohne ist. Wir müssen uns dazu die Erlaubnis bei der Stadtbehörde und Polizei von Khasab besorgen. Wir sind fest entschlossen und so nehmen wir die fünf Stunden Warte- und Bearbeitungszeit in Kauf. Kaum auf der Piste angekommen, zickt nach 3 – 4 km Karli. BDVI-Alarm. Zu deutsch: Das Verteilergetriebe ist zu heiß und kommt an seine Grenzen. Zumindest sagen das die Sensoren. Wir müssen anhalten. Dann kommt der Fehler „Getriebe defekt“ und das Getriebe kuppelt aus. In der schmalen steilen Piste rollt das Fahrzeug trotz gezogener Handbremse rückwärts. Ich muss auf der Fußbremse bleiben, um Karli zum Stoppen zu bringen. Zum Wenden ist alles zu schmal und zu steil. Corinne muss aussteigen und sucht nach einem Platz zum Wenden. 200 m weiter oben gibt es einen winzigen Platz. Zündung aus, dann wieder an. Karli hat sich berappelt und fährt noch zu unserem rettenden Wendeplatz. Uns ist die Abenteuerlust vergangen und wir fahren noch leicht geschockt wieder abwärts. Wir beschäftigen uns mit diesem Alarm und belesen uns. Musandam verlassen wir über die übliche Teerstrasse mit neuen Erkenntnissen und Eindrücken.
Im Norden von Oman – Muscat
Wir verlassen Musandam, fahren erneut durch die arabischen Emirate und passieren dann wieder die Grenze zum Oman.
Am nächsten Tag starten wir zu einer Bergtour in der näheren Umgebung von Muscat. Wir lassen es ruhig angehen. Doch die Tour gestaltet sich schwieriger als gedacht. Corinne will bei der Mitte des Aufstiegs auf mich warten. Ich gehe weiter und komme nach anstrengenden 2 Stunden im Dunkeln wieder an unseren Ausgangspunkt. Zwischenzeitlich haben sich zwei Omanis mit ihrem Daimler im Sand festgefahren. Ihre Bergeversuche gestalten sich eher chaotisch als durchdacht. Die Folge: ein gerissenes Seil, eine herausgerissene Stoßstange und der Kerl sitzt immer noch fest. Jetzt soll Karli die beiden rausziehen. Anstelle einer aufwendigen Bergeaktion drück ich den beiden meine Sandschaufel in die Hand. Nach 10 Minuten Vorbereitung können wir mit vereinten Kräften den Daimler aus seiner misslichen Situation befreien. die Omanis freuen sich und bedanken sich vielfach. Endlich konnten wir mal etwas für unsere Gastgeber tun.
Oman hat ca. 4,5 Millionen Einwohner. Davon leben 2,5 Millionen in den größten Städten Muscat und Salalah. Der Rest verteilt sich auf den Rest des Landes. Dabei ist der Oman nur geringfügig kleiner als Deutschland. Die Haupteinnahmequellen sind Ackerbau und Viehzucht. Öl-, Gashandel und natürlich der Tourismus. Dieser entwickelt sich rasant. Wir treffen eine Menge Touristen, vor allem aus Deutschland und den Nachbarländern. Die Vielfalt an Natur, die Abwechslung und die omanische Gastfreundschaft hat Oman zu einem beliebten Reiseziel werden lassen. Während wir den Tourismus eher meiden, treffen wir immer wieder Overlander, übersetzt Langzeitreisende, mit denen wir unsere Zeit gerne verbringen.