Arabische Halbinsel 2025-2026 | Teil 9 – Oman – An der Küste entlang nach Süden

von | 7. März 2026 | Asien, Oman

Reise auf die Arabische Halbinsel 2026 | Teil 9 – Oman – Fahrt nach Süden

Vom Wadi Tiwi nach Sur und weiter zum Ras al Khabbah und zum Fischerhafen Shannah

Von Nord nach Süd wollen wir die Küstenstraße bis an die Grenze zum Yemen fahren. Dann wieder zurück durch die Wüste in das südliche Hajar Gebirge. So der Plan. Dabei sprechen wir von ca. 2.000 km, die zu fahren sind.

Oman selbst entspricht von der Grundfläche etwa knapp der von Deutschland. Ca. 5,6 Millionen Einwohner stehen 82,5 Millionen Deutschen gegenüber. Die größten Städte sind Muscat im Norden mit über 1,5 Millionen Einwohnern und und Salalah im Süden mit circa 350.000. Dementsprechend sieht man in manchen Teilabschnitten oft nur 1 – 2 Autos am Tag. Dabei ist der Oman nach Yemen das „zweitärmste“ Land unter den Golfstaaten. Öl und Gas ist zwar eine der Haupteinnahmequellen, spielt aber im Vergleich zu den anderen Staaten eine untergeordnete Rolle. Trotzdem geht es den Omanis sehr gut. Landwirtschaft und Fischerei beschäftigen etwas ein Viertel der Bevölkerung. Tourismus spielt eine wesentliche Rolle und gerade für Europäer ist der Oman ein lohnenswertes Urlaubsziel. Getreide, Obst und Fleisch werden in großen Mengen importiert.

Oft sitzen die Omanis in Gruppen zusammen, trinken gerne Tee und diskutieren um die Wette. Dabei sind Männer und Frauen nahezu immer getrennt. Daß eine Familie mindestens 3 – 5 Kinder hat ist vollkommen normal. Kinderlose Ehepaare haben wir nicht kennen gelernt.

Wir fahren entlang der Küste. Halten uns einige Tage in den Städten auf und führen ein angenehmes Leben.

Zwischenstationen sind die Stadt Sur, in der die Fischerboote aus Holz in hochwertiger Bauweise hergestellt werden. In Shannah beobachten wir das Treiben der Fischer. Auch kommt die hier zwei Klassen Gesellschaft zum teiseagen. Während die Fischer hauptsächlich aus Bengalesen, Pakistanis und Indern bestehen, sind die Omanis die Eigentümer und Chefs dieser Einkommensquelle.

Weiterfahrt zu den Sugar Dunes und zum Ras Madrakah und zum Miji Beach (Treffen mit Theresa, Patrick, Rahel und Luca)

Wir wollen zu den Sugar Dunes. Eine kleine Wüste, die ihren Namen zu recht verdient. Als ob der liebe Gott weißen Zucker ausgeschüttet hätte in diesem Teil der arabischen Welt. Durch den Wind werden die Sanddünen organisiert und reihen sich in Reih und Glied. Und natürlich müssen wir vorher wieder Luft von den Reifen ablassen. Ohne diesen Vorgang wäre die Gefahr groß, daß wir doch mal stecken bleiben. Doch wir schaffen es glücklicherweise ohne daß wir unsere unsere Sandbleche brauchen. Bei deutlich über 30 Grad eine kräftezehrende Aktion.

Dann melden sich Theresa und Patrick, die wir im Irak kennen gelernt haben. Ein Treffen an einem der vielen menschenleeren Strände. Spontanität wird groß geschrieben. Es erwartet uns ein lustiger Abend mit zwei weiteren Reisenden aus der Schweiz, Rahel und Luca. Und so ist kein Tag wie der andere.

Aber wir beobachten die politischen Ereignisse. Amerikanische Flugzeugträger verlegen ihren Standort in Richtung persicher Golf. Ein leichtes Unbehagen kommt in uns auf.

 

Zum Wadi Shuwaimiyyah und weiter zum Baobab-Wald, dem Sinkhole Tawi Atair und zum Wadi Darbat

Von Tag zu Tag wird es wärmer. Wir suchen den Schatten, wann immer es geht. Die Vegetation wird weniger, die Kamele werden mehr. Immer wieder faszinieren uns diese Tiere. Die ganze Physiologie, jedes Glied, jeder Muskel ist auf Funktionalität ausgelegt. Die Anpassung an Wüsten, Trockenheit mit all ihren Facetten lässt sie überleben und so haben diese Tiere für die Menschen und ihre Wüsten einen hohen Stellenwert.

Unsere Lieblingswadis: Wadi Shuwaimiyyah und Wadi Darbat. Sie wirken mystisch, geheimnisvoll und erinnern an das östliche Afrika. Während das eine nur selten von Touristen besucht wird, ist das Wadi Darbat ein Touristen-Hotspot. Erst gegen Abend wird es einsamer. Wir sind alleine mit den Tieren und ihren Geräuschen. Eine Welt, in der wir uns wohl fühlen. Am nächsten Tag fahren wir die Küstenstraße nach Süden. Corinne entdeckt spielende Delphine nicht weit vom Strand. Ich stoppe sofort, hole meine Schnorchelsachen und kann mich bis auf wenige Meter diesen Säugetieren annähern. Ein unvergessliches Erlebnis.

 

Statistiken Anzeigen