Reise auf die Arabische Halbinsel 2025 – 2026 | Teil 5 – Kuwait
Ankunft in Kuwait
Drei Wochen haben wir im Irak verbracht. Jetzt kommen wir an die Grenze nach Kuwait. Das Wichtigste ist unser Visum. In diesem Fall „Visum on Arrival“, 10 US-$ pro Person. Das hört sich doch alles locker und gut an. Nach einer halben Stunde Wartezeit kommt der ausführende Grenzbeamte mit einem süss-sauren Gesicht und meldet „we have a problem“. Das Verfahren wurde über Nacht umgestellt. Kostet jetzt 100 US-$/Person oder wir machen das selbst online. Wir sind optimistisch. Doch bereits beim Registrieren lässt sich kein Passwort kreieren. Der Grenzbeamte will helfen, leider vergeblich. Auch er ist überfordert. Es folgen 2 1/2 Stunden Warten. Wir sehen, daß hinter dem Schalter des Grenzers viele emotionale Telefonate geführt werden. Dann endlich die Erlösung. Visum ist erteilt für 10 US-$. Das Schwabenherz von Corinne kann sich beruhigen. Wir sind die Ersten nach der EDV-Umstellung. Der komplette Grenzübertritt dauert 5 Stunden. Warum muss immer alles so kompliziert sein. Wehe, wenn nochmal jemand über die Europäische Union schimpft! Es geht noch schlimmer.
Weiter geht es nach Kuwait Stadt. Einen imposanten Übernachtungsplatz finden wir direkt unterhalb der Kuwait Towers. Es ist Weihnachten und wir gönnen uns ein Essen in einem dieser Türme. Nach zwei Tagen verlegen wir unseren Stellplatz auf Southern Island, eine abgelegene Fläche im Meer gegenüber der Skyline. Kaum angekommen, folgt bereits eine Einladung. Und von wem? Es ist der Eigentümer von Alkhaled Factory, einer Firma, die Wohnmobile nach kuwaitischem Stil herstellt. Die Bilder sprechen für sich.
Kuwait City – auf dem Fischmarkt, in der Mall „The Avenues“ und im riesigen Shaheed Park
Wir beschließen, doch noch Silvester abzuwarten und beziehen einen neuen Stellplatz am Fischmarkt. Ich suche vergeblich einen Automaten für die Parkgebühr. Ich spreche einen Kuwaiti an, der erst gar nicht versteht, wie man solch eine Frage stellen kann. Alles ist hier kostenlos. Es gibt Parkplätze in Hülle und Fülle, natürlich überdacht wegen der zerstörerischen Sonne im Sommer. Krankenversicherung, Sozialabgaben – doch nicht hier. Brutto-Lohn = Netto-Lohn. Was ist denn das? Der Kuwaiti kennt nur einen Lohn und das ist der ohne Steuern und ohne Sozialabgaben. So lässt es sich hier komfortabel leben.
Im Sommer sind die Temperaturen bis zu 50 Grad. Die Hölle selbst für die Einheimischen. Und was machen diese? Sie gehen in ihre klimatisierten Malls. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt. Luxus en masse!
Kuwait City – Besuch von Ahmed, dem Unimog-Fahrer und Fahrt zur Grenze nach Saudi Arabien
Es ist bereits dunkel, als es an Karlis Tür klopft. Es ist ein Araber namens Ahmed, der die üblichen Fragen stellt. Woher, wohin usw. Er selbst hat einen riesigen Unimog, den er uns unbedingt zeigen will. Gesagt, getan. Am nächsten Tag taucht er auf. Wir trinken bei ihm Kaffee, lassen uns alles von ihm erklären und lassen die arabische Gastfreundschaft über uns ergehen. Nach acht Tagen Aufenthalt in Kuwait Stadt ziehen wir weiter zur Grenze nach Saudi Arabien.